09.05.2021
Friedhof, heute und in Zukunft

Kürnach. Das Thema Friedhof heute und in Zukunft, die Notwendigkeit neuer Gestaltungen und Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema im Gemeinderat, bei der Bevölkerung und innerhalb der UWG-FW Kürnach.
 „Der Friedhof mit seinen unterschiedlichen Bestattungsformen hat sich im Laufe der Jahrhunderte und Generationen vielfach geändert und ist einem stetigen Wandel unterworfen“ so der Vorsitzende der UWG-FW Kürnach, Werner Dippold, in der letzten Vorstandschaftssitzung. Die UWG-FW Kürnach befasst sich seit vielen Wochen ausgiebig mit diesem Thema, da von seitens der Bevölkerung der Wunsch nach neuen Beerdigungsformen laut wurde.
„Der Friedhof steht für Tradition, Wandel und Zukunft. Früher war der Friedhof ein Ort der Stille, heute ist er ein Ort der Kommunikation“, so Fraktionssprecher Manfred Dülk. Dem sollte nach Meinung der UWG-FW bei einer Weiterplanung auch Rechnung getragen werden. Es gilt alte Substanzen zu erhalten, zu erweitern und neue Möglichkeiten zu schaffen. Daher sollte künftig ua. auch eine Lautsprecheranlage dort fest installiert sein.
Gemeinderat Claus Schreiner plädiert für einen konkreten Umsetzungskatalog, aufgrund dessen einzelne Maßnahmen nach Notwendigkeit und Priorität angegangen werden sollten.
Der 3. Bürgermeister Michael Freimann sieht auch mittelfristig die Notwendigkeit für den Bau einer Friedhofskapelle. Gerade bei seinen Hausbesuchen während des Wahlkampfes wurde dieser Wunsch - überwiegend von älteren Mitbürger*innen - geäußert. Für viele ist der Weg nach dem Requiem in der Pfarrkirche zum Friedhof zu beschwerlich.
Zentrales Thema der Diskussion waren neue Beerdigungsformen. Viele Kürnacher*innen machen sich ernsthafte Sorgen über eine notwendige Grabpflege nach ihrem Ableben, sollten keine Familienmitglieder mehr im Ort wohnen. Aus diesem Grunde wurde dieses Thema auch nachhaltig von der UWG-FW Fraktion vor Wochen im Gemeinderat eingebracht. Daraufhin wurde ein Architekt mit der Planung beauftragt. Kernpunkte sind hier vor allem pflegebefreite Gräber für die Verstorbenen. Dabei soll den seit einiger Zeit verstärkt auftretenden Urnenbeisetzungen, Baumbestattungen, Gemeinschaftsgrabanlagen und anonymen Bestattungsformen Beachtung geschenkt werden. Nicht vergessen werden sollte die Bestandserhaltung und Gestaltung des „alten“ Friedhofes im Mittelbereich, wo immer mehr Gräber aufgegeben werden. Es gilt, das Bild des alten Bereiches zu erhalten und ggf. aufzuwerten.
„Der Friedhof unserer Gemeinde hat eine große Wertigkeit, die in Kürnach seit Generationen hoch angesiedelt ist,“ so die UWG-FW Kürnach. Dem ist durch weitsichtige und zukunftsfähige Planung entsprechend Rechnung zu tragen.